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Über Nebel, Autos und verpasste Chancen

Geschrieben von Sandra am 5.11.2007

Heute morgen …. Herbst und Nebel …
Traumhafte Liaison …

Zu spät aufgewacht und leider nicht motorisiert. Eigentlich gehört es sich ja für einen “Naturfotografen” gar nicht wirklich, die Umwelt mit Autoabgasen zu verpesten - aber zu Fuss oder mit Fahrrad stösst man wenn man in der Stadt lebt eben doch schnell an die Grenzen des machbaren. Mit Megastativ und 15 kg Fotorucksack ausgerüstet, bin ich wenn ich mit dem Fahrrad am Bahnhof angekommen bin eigentlich schon so schlapp, dass mir die Lust am Fotografieren vergangen ist. ;-)


Die körperliche Konstitution ist wohl auch der Grund warum es mehr erfolgreiche männliche Naturfotografen gibt. Mal ganz davon abgesehen, dass es preislich “out-of-reach” ist ein 500mm zu besitzen (was soll auch ein Landschaftsfotograf mit einem 500er?), so ist es mir rein konstitutiv gesehen unmöglich eine Kamera mit 500er allein zu navigieren. :)
Aber, ich schweife ab …

Eigentlich hätte ich heute morgen Lust gehabt (beim Schreiben und dem Blick aus dem Fenster merke ich, ich habe immer noch Lust) einen wunderschönen Buchenwald mit genau dem Nebel zu fotografieren, den man sich als Naturfotograf so wünscht. Nebel, der sich wie ein grosses Lichtzelt um die Dinge legt. Nebel, der sich den ganzen Vormittag hält - einfach perfektes Waldwetter.
Nun habe ich das Glück, direkt am Wald zu wohnen (wobei der Blick vom Balkon noch der schönste ist …) … und das Pech, dass es kein Buchenwald ist. Ich lebe ja schliesslich in Brandenburg, dem Kiefernland schlechthin.

Kiefern von meinem Balkon …

Ich aber träume gerade von Buchen im Nebel - wunderschönen rotbraunen Buchenblättern, die den Boden bedecken - glatte, graue Buchenstämme …
Die Buche ist neben der Birke mein absoluter Lieblingsbaum.
Von beiden Arten habe ich leider in Geh- und Fahrrad-Entfernung keine nennenswerten Exemplare …
So sage ich mir wie jedes Jahr im Herbst - nächstes Jahr im Herbst klappt es bestimmt!

5 Kommentare »

hallo,
ich bin über fc auf deine Seite gekommen und will sage, dass ich die Kombination Schreiben und Bilder toll finde, deine Bilder gewinnen noch mehr. Bin sehr beeindruckt und freue mich auf weitere wortgemalte Stimmungsbilder.
mandy

28.November 2007 | 06:45
Michael Adamat:

Schöne Webseite - aber ein klein wenig widersprechen muss ich dann ja doch mal. Ich glaube weniger, das es die männliche Konstitution ist, als vielmehr einfach mehr Männer fotografieren. So jedenfalls mein Eindruck, wenn man mal drauf achtet. Und ein 500er ist hervorragend auch für Landschaftsfotografie geeignet, als ein mögliches Stichwort sei nur die “Verdichtung” von Landschaften genannt.

29.November 2007 | 12:31

michael, ich gebe dir recht. ein 500er ist sicher auch toll für die landschaftsfotografie - aber sicher nicht so elementar wie in der tierfotografie - zumal preis vs. nutzen da doch stark auseinandergehen - zumindest habe ich persönlich für meine landschaften noch nie ein 500er vermisst. :) das 400er als digitales 600er reicht mir da vollkommen.
und … meinst du wirklich mehr männer fotografieren? ich kenne so viele frauen die fotografieren - aber eher weniger frauen die natur fotografieren. naturfotografie hat ja oft viel mit schleppen (grosse rucksäcke + stativ etc.) zu tun, früh aufstehen, frieren, schwitzen, extreme wetterbedingungen, warten auf licht, tiere etc.
da gibt es sicher angenehmere arbeitsbedigungen. :)

29.November 2007 | 21:38
Christian Praetorius:

Spannend, wer jetzt so alles Blogs hat :-) Und auch die Webseite gefällt mir gut.
Ich muss euch beiden recht geben, wenn man ein 400er hat, ist das ja auch nicht weit weg vom 500er. Ausser wenn man Tiere fotografiert und man eigentlich jeden Millimeter Brennweite gut gebrauchen kann. Die Anzahl der männlichen Fotografen ist meine völlig subjektive und nicht repräsentative Beobachtung, ich hatte es hier auf die Naturfotografie bezogen und nicht allgemein gemeint. Und viel schleppen ist auch so eine Sache, ich habe häufig auch einen Rucksack dabei, der viel zu schwer ist, weil da eine Menge Sachen drin sind, die ich zwar brauchen könnte, aber meistens nicht brauche. Manchmal war ich aber auch froh, das das 300er im Rucksack war um kleine Details aus der Landschaft zu picken oder noch ein Vogelbild machen zu können. Von daher ists auch mal spannend sich bewusst zu beschränken und einfach nur mit einem Objektiv und der Kamera loszuziehen und zu schauen, was man so an Ausbeute erzielen kann. Vielleicht mal eine nette kleine Idee für ein Treffen der Regionalgruppe.

30.November 2007 | 10:56

@ christian
ja, stimmt. manchmal ist beschränkung nicht schlecht - meist dann wenn man nicht so viel spannendes findet oder das objektiv welches man dabei hat genau dafür predestiniert ist. *grins*
sollten wir vielleicht mal in der RG vorschlagen. :)
was männer und frauen in der fotografie angeht habe ich gestern im übrigen eine für mich spannende erfahrung gemacht - in einem englischen fotografie-forum, welches ich schon seit jahren besuche und welches gestern relauncht wurde konnte man die erstmals die unterteilung nach weiblich & männlich machen - 18 frauen standen da 183 männern gegenüber. das fand ich dann schon sehr krass. :)

4.Dezember 2007 | 11:26
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